Big Data Analyse – sofort! (Digital Marketing Irrtum 5)

Big Data Analyse – sofort! (Digital Marketing Irrtum 5)

Statt sich auf Big Data Analyse zu stürzen oder gar von Big Data Strategie zu sprechen, sollten  Unternehmen erst einmal vorhandene Daten richtig nutzen. 

„Wir brauchen jetzt endlich mal eine Big-Data-Strategie.“ “Big Data Analyse muss sein”. Das hört man immer öfter. Aber meistens bedeutet das nur, dass ein Unternehmen dabei, dem Digital Marketing Irrtum Nr. 5 zu verfallen.

Zwar ist Big Data wichtig – und wird noch wichtiger werden. Trotzdem sollten die meisten Unternehmen das Thema Big Data erst einmal aufschieben.

Und sich stattdessen darauf konzentrieren, die Daten, die sie schon haben, wirklich sinnvoll für ihre digitale Analyse zu nutzen.

Mit Data Governance und Data Management vorhandene Daten nutzen

Data Governance und Data Management sind hier die Stichworte. Wenn Daten eine der wichtigsten – wenn nicht die wichtigste – Ressource eines Unternehmens sind, dann sind formale Leitlinien zum Umgang mit den Daten ein strategisches Investment. Dasselbe gilt für ein planvolles Datenmanagement, das sich an Best Practices orientiert.

Ohne Data Governance und Data Management haben Unternehmen schon Schwierigkeiten, ihre bereits vorhandenen Datenressourcen zu nutzen. Mit der Flut von Big Data werden sie so erst recht nicht fertig. Außerdem besteht die Gefahr, dass ein neues Silo entsteht: das Big-Data-Silo.

Erst den Return on Data Assets erhöhen, dann Big Data Analyse angehen

Unternehmen, die Data Governance und Data Management beherrschen, haben es wesentlich leichter, im nächsten Schritt Big Data in ihre Digital-Analytics-Prozesse zu integrieren. Für diese Unternehmen ist das ein organischer Prozess.

Aber auch vorher kann ein Unternehmen mit planvoller Data Governance und effektivem Data Management nur gewinnen. Es erhält durchgängig korrekte, qualitativ hochwertige Daten und Digital Analytics, die jederzeit und je nach Bedarf zur Verfügung stehen.

Das ermöglicht es dem Unternehmen, seinen Return on Data Assets (RDA) zu erhöhen. Mit positiven Folgen für den ROI, die Wettbewerbsfähigkeit, die Absicherung gegen Risiken, die Zufriedenheit von Kunden und Mitarbeitern und last not least den Unternehmenswert.

Voraussetzung: echter Kulturwandel – angefangen in der Chefetage

Klingt gut? Ist es auch. Warum machen es dann nicht alle so? Weil dafür erhebliche Anstrengungen nötig sind, ein regelrechter Kulturwandel. Das hält ein Unternehmen nur durch, wenn der Chef und die leitenden Mitarbeiter voll dahinter stehen.

Wenn ein Unternehmen sich entschieden hat, Data Governance und Data Management zu etablieren und ernst zu nehmen – wie ist die richtige Herangehensweise?

Wichtig ist ein ganzheitlicher Ansatz (auch wenn das Wort überstrapaziert ist). Das bedeutet, Data Governance und Data Management gemeinsam zu kultivieren und mithilfe klarer Regeln und Verantwortlichkeiten alle Nutzergruppen im Unternehmen mitzunehmen.

Danach ist der Weg zur Big Data Analyse frei. Denn jetzt bildet die bestehende Daten-Infrastruktur eine solide Grundlage und kann Schritt für Schritt weiterentwickelt werden.

Worauf es bei der Etablierung von Data Governance und Data Management ankommt

Mehr dazu in meinen nächsten beiden Posts: Data Governance und Data Management – worauf es bei der Etablierung ankommt.

Serie: Die größten Irrtümer des Digital Marketings

Etwas Neues zu lernen ist mühsam. Daher neigen Menschen, wenn sie erst einmal eine Erkenntnis errungen haben, dazu, sich daran festzuklammern. Über kurz oder lang ist das jedoch ein Fehler. Denn was gestern galt, gilt heute nicht mehr.

In einem technologie-getriebenen Feld wie dem Digital Marketing geht das besonders schnell. In kurzer Zeit werden die Erkenntnisse von gestern zu den Irrtümern von heute: Glaubenssätze, die gut klingen, aber nicht (mehr) stimmen.

In dieser Serie stelle ich einige der besonders verbreiteten – und damit besonders schädlichen – Irrtümer des Digital Marketings vor. Lesen Sie hier alles über Irrtum Nr. 1: Programmatic Advertising ist immer gut.

Hier geht’s zu Irrtum Nr. 2: Facebook ist wichtiger als die eigene Website.

Und hier Irrtum Nr. 3: Apps über alles.

Irrtum Nr. 4: Hauptsache Cookies.

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